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Alte Schiffe als neue Malereien
Freitag, 16. November 2007
Die Maritime Malerei ist eine Sparte der Kunst, in der schwerpunktmäßig das Meer und seine jeweiligen charakteristischen Motive wie Leuchttürme, Segelschiffe oder einzelne Strandabschnitte dargestellt werden. Dabei werden leuchtende Farben verwendet und es wird peinlich exakt auf feinste Details bei der Darstellung der jeweiligen Motive geachtet. Auch die historische Richtigkeit der abgebildeten Szenen und realistische Größenverhältnisse müssen gleichfalls Beachtung finden. Diese Art der Malerei findet ihre Auftraggeber oft in ehemaligen Seereisenden, die sich das Bild des Schiffes, auf dem Sie ihre Seereisen absolvierten, als Erinnerung in Ölfarbe oder als Aquarell anfertigen lassen. Manchmal wird ein Auftrag als Kapitänsbild realisiert, das heißt der Auftraggeber hat auf dem bildlich dargestellten Schiff sein Kapitänspatent erworben. Weitere potentielle Käufer sind oftmals geborene Küstenbewohner, die sich mit dem Seestück eine kleine Erinnerung an die alte Heimat in die eigenen vier Wände holen wollen.

Die angewendete Technik der Ölmalerei findet oftmals auch Verwendung im Schützenbedarf. So werden Porträts nach Fotovorlage als handgemalte Ehrenscheibe zu besonderen Anlässen überreicht. Solche Auftragsarbeiten im Kunsthandwerk erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. In den Zeiten der Überflussgesellschaft der westlichen Welt zeigt der Trend klar in Richtung individueller Geschenkideen und Unikate. Dabei zählt neben der Idee, ein wertvolles Unikat zu besitzen oftmals auch der künstlerische Anspruch bei der Beauftragung eines Werkes.

Neben der billigen Massenproduktion vieler Druck- und Werbeerzeugnisse kann durch die Verlagerung des Konsumverhaltens der Menschen die Kunst der Malerei wieder Pluspunkte sammeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich infolge dieses Umbruchs neue Stile und Techniken in der Malerei entwickeln können und dass die künstlerische Handarbeit im Zuge der „Digitalisierung der Gesellschaft“ nicht untergeht.
 
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